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05.12.2008

Eine Software, die sich wirklich jeder leisten kann

7,50 € Mehr Geld braucht eine für EPUs gedachte Software zur Verwaltung von Geschäftsprozessen nicht zu kosten. Die Wiener Onlineschmiede BlueMonkeys hat mit „epunet" Ein-Personen Firmen im Visier

Wien. In Großunternehmen sowie in KMUs gehört es zum Alltag, dass die IT-Abteilung für die Verwaltung von Geschäftsprozessen verantwortlich ist - von der Installation der notwendigen Software über die Adaption an Firmenanforderungen bis hin zum reibungslosen Funktionieren des Systems. Die Anbieter auf diesem Sektor sind von SAP über Oracle bis hin zu Microsoft breit gestreut - wobei es eine Gemeinsamkeit gibt: „Die Lösungen sind für Ein-Personen-Unternehmen oder EPUs, wie sie von der Wirtschaftskammer genannt werden, meistens zu teuer", wie Michael Kunz, einer der CEOs und Gründer der Wiener Onlineschmiede BlueMonkeys, weiß. Aus der Notwendigkeit heraus, auch die eigenen administrativen Geschäftsprozesse von der Angebotslegung bis zur Lieferung einfach und unkompliziert bis zur Rechnungslegung mit rechtsgültiger digitaler Signatur bietet. Sensationell ist der Preis von epunet: Unabhängig vom Grad der Personalisierung schlägt die Nutzung mit nur 7,50 € pro Monat zu Buche (medianettechnology-Leser können epunet 90 Tage kostenlos testen. Mehr darüber im Kasten am Ende des Artikels). „Wir wollten eine einfach zu bedienende, kostengünstige Online-Applikation haben", sagt Kunz. „Online deshalb, weil man dann von überall quasi auf sein Büro zugreifen kann. epunet funktioniert mit jedem gängigen Browser und ist damit betriebssystemunabhängig." Darüber hinaus entfällt auch die Problematik der Datensicherung, da alle Informationen zentral auf den Servern von BlueMonkeys gespeichert und gebackuped werden. Entsprechend der gesetzlichen Richtlinien müssen elektronische Rechnungen, die im PDF-Format per E-Mail verschickt werden, eine digitale Signatur tragen - andernfalls werden sie von der Finanz beispielsweise nicht für den Vorsteuerabzug akzeptiert. Diese Signatur soll dafür sorgen, dass die Rechnung am Weg vom Absender bis zur Buchhaltung des Empfängers nicht verändert wird. „Diese digitale Signatur ist in epunet bereits eingebaut", erklärt Gerald Aichholzer, ebenfalls CEO und Mitgründer von BlueMonkeys (die bis zum Vorjahr unter dem Namen MC3000 firmierten). „Unser Kooperationspartner eRechnung sieht die eingebaute digitale Signatur ebenfalls als große Chance. Nachdem die Signaturen meistens nur in Großfirmen eingesetzt werden, erreicht man mit epunet nun eine völlig andere Zielgruppe, nämlich die breite Masse." epunet ist seit September auf dem Markt und wird derzeit vonknapp 500 Anwendern getestet. „Unser Ziel ist es, in eineinhalb Jahren auf 10.000 Anwender zu kommen", hofft Michael Kunz. Als Webdesigner betrat das Duo bereits im Jahr 1999 die Internet-Bühne. „Zuerst haben wir Homepages gemacht", erinnert sich Gerald Aichholzer. Im Jahr 2000 wurde eine GmbH gegründet. „Das Unternehmen ist dann ständig gewachsen, wobei über die Homepage-Gestaltung weitere Dienste hinzugekommen sind."Die „zündende" Idee zu epunet hatte Harald Trautsch, neben Kunz und Aichholzer einer der vier Teilhaber von BlueMonkeys (vierter im Bunde ist der Chefprogrammierer Robert Beisteiner). „Er wollte eine einfache Lösung, die auch für Ein-Personen-Unternehmen und Startups erschwinglich ist und dennoch vollen Funktionsumfang bietet."
Bleibt nur noch eine Frage offen: Wie um alles in der Welt kommt man auf einen Firmennamen wie BlueMonkeys? „Da haben wir lange überlegt", sagt Michael Kunz lächelnd, während Gerald Aichholzer zur Tastatur greift um Wikipedia aufzurufen. Und: Blue Monkeys gibt es tatsächlich. Es handelt sich dabei um eine Primatenart aus der Gattung der Meerkatzen, die im mittleren Afrika beheimatet ist - deshalb die deutsche Bezeichnung Diademmeerkatze. „Außerdem war seit IBM blau die Farbe des Computers", fügt Kunz hinzu. Und die „Monkeys" im Namen können durchaus auch für eine „affenhafte" Freude an der Arbeit stehen.

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